Vermischtes

Auf das Thema Sprache trifft man naturgemäß überall, aber manchmal erstaunt es einen doch. Derzeit bin ich vor allem damit beschäftigt, meinen neuen PC erfolglos dazu zu bewegen mehr zu laufen als nicht zu laufen. Das scheitert nicht zuletzt an dem Umstand, dass Hardware-Hersteller es sprachlich nicht so genau nehmen. Die Kabel meines Gehäuses sind anders beschriftet als das Mainboard, an das man sie anschließen muss.

Hier PW SW, da M/B SW. Die beiden ansonsten identischen USB-Kabel sind sogar spiegelverkehrt beschriftet, so dass man sie entsprechend um 180° gedreht anpfrimeln muss. Ganz zu schweigen von den völlig unverständlichen Produktbezeichnungen. Was ich aber wirklich bemerkenswert finde ist etwas ganz anderes. Weiterlesen

Shiver me timbers!

Sprachpfleger

Sprachpfleger

Ahoy, landlubbers! Nachdem wir kürzlich schon den Tag der deutschen Sprache gebührend gefeiert haben, ist es heute zur Abwechslung an der Zeit, einen wirklich wichtigen Feiertag zu begehen. Ins Leben gerufen von den beiden links zu sehenden, sympathischen Sprachpflegern, die schon aktiv waren als es den VDS noch nicht gab. Wieder hat der Feiertag also mit Sprache zu tun, aber nicht mit einer quicklebendigen wie der deutschen, sondern mit einer tatsächlich bedrohten Art. Oder versteht heute noch jemand das hier: Weiterlesen

Grußwort J.W.v.Goethes zum Tag der deutschen Sprache

Goethe

Goethe

Heute ist Tag der deutschen Sprache! Ein Grund zum Feiern? Nein, denn da die deutsche Sprache im Sterben liegt und so über kurz oder lang niemand mehr Goethes Werke von Weltrang wird lesen können, möchte der VDS lieber einen Nach- oder gleich Gedenktag haben und machen, was er eigentlich immer macht: Nörgeln.

Goethe und ich sagen: Nein! Das ist die deutsche Sprache nicht wert. Dieses Jahr jährt sich nämlich zum 200. Mal die Erstveröffentlichung des ersten Teiles des Faust. Zweihundert Jahre hat dieses großartige Opus schon auf dem Buckel und es denkt nicht daran, demnächst den Bach runterzugehen, nur weil irgendwelche anglophoben alten Männer es beschreien. Weiterlesen

Noch mehr Übersetzungen (diesmal philosophisch)

Spiegel Online berichtet via duz von den Nachwuchssorgen der akademischen Philosophie. Als ehemals frustrierter Philosophie-Student kann ich diese Sorgen nachvollziehen, nicht aber die Thesen, die die zitierten Philosophen dazu ins Feld führen. Die deutsche Philosophie sei mit der Philosophie der anglo-amerikanischen Kollegen auf Augenhöhe. Vielleicht in den international und öffentlich weniger relevanten Disziplinen. Aber auf den aktuell relevanten, spannenden Gebieten der analytischen Philosophie sind deutsche Beiträge nicht die Norm. Weiterlesen

Kleine Beobachtung: Übersetzungswirrwarr

In den letzten Jahren las man häufiger Kritik über die zahlreichen englischen Filmtitel in deutschen Kinos. Der Originaltitel wird häufig übernommen, was Anglizismenmuffeln natürlich nicht gefällt. Noch krasser ist die Situation bei den PC- und Videospielen, deren Titel praktisch nie eingedeutscht werden und auch in den 80ern und 90ern so gut wie nie eingedeutscht wurden. Weltrauminvasoren und Super Mario Brüder gab es damals schon nicht, auch keine alternativen deutschen Namen. Weiterlesen