Wir befinden uns im Jahre 2008 CE. Ganz Deutschland ist von Sprachnörglern besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Wissenschaftsfreunden bevölkertes Medium hört nicht auf, der Nörgelei Widerstand zu leisten. Jetzt eben mit einem weiteren Blog zum Thema.
Daneben ist alles Thema, was irgendwie mit Sprache zu tun und vom Autor für interessant befunden wird. Nörgeln, immer nur Nörgeln versteht sich damit vor allem als Sprachblog.
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Thomas Müller
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55286 Wörrstadt
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Schön, dass sich immer mehr Kritiker-Kritiker zu Wort melden. Im VDS-Forum sind die ja leider an einer Hand abzählbar. Wünsche viel Erfolg für dieses Blog.
Es freut mich, dass es Leute gibt, die der Deutsch-geht-bald-unter-Panik etwas gesunden Menschenverstand entgegensetzen. Die deutsche Sprache befindet sich m.E. keineswegs am Rande des Unterganges oder besteht zur Hälfte aus Englisch (wie man ja manchmal zu hören bekommt). Eine sachlich-kritische Auseinanderseztung mit den Nörglern ist mehr als nötig. Weiter so.
Was ist eigentlich aus der Reflexion geworden?
Warum heißt es nicht (wenigstens nach der neuen Rechtschreibung) „Reflektion“? Das ist so herum meiner Meinung nach viel sinnvoller, es heißt ja auch Reflektieren (nicht „Reflexieren“) – außerdem geht es ja nicht um eine Beugung, sondern eher um das Zurückwerfen.
Also: Warum heißt das Reflexion statt „Reflektion“?
Mich würde interessieren, wie Sie darauf kommen, aber ich helfe auch so gerne: Googeln Sie doch mal nach „Reflektion Reflexion“.
Alternativ helfen in solchen Fällen etymologische Wörterbücher, z.B. der Kluge oder das Etymologische Wörterbuch des Deutschen. Das letztere weiß nicht nur zu berichten, was uns auch die Google-Ergebnisse sagen, sondern auch, dass im Deutschen tatsächlich auch die Varianten Reflection im 17. Jhd. und vereinzelt Reflektion bis ins 20. Jhd. gebräuchlich waren.